Talis 2025

107 eine Quote von 50 Prozent gefördertem und preisgedämpftem Mietwohnungsbau war. Die Kosten wurden durch ein dichtes Bauen bei guter Grundstücksausnutzung, kompakte Bauweise ohne komplizierte Details, Stapelung gleicher Grundrisse und Reduzierung von Erschließungsflächen begrenzt, während man mit der Mauerwerksmassivbauweise und einemWärmedämm- verbundsystem mit Putzfassade eine sehr günstige Bauweise wählte. In Mannheim wurde das einstige Militärgelände der Turley Barracks dahingehend umgenutzt, dass in dem neuen Stadt- quartier Turley günstige Mietwohnungen errichtet wurden. Grundvoraussetzung der Baugemeinschaft war, eine Kaltmie- te von 8,50 Euro pro Quadratmeter zu erreichen. Die Bauge- meinschaft investierte in ein gutes Energiekonzept mit So- larthermie, Paraffin-Latentspeicher, Luftwärmepumpen und Photovoltaik. Beim Bau wurde zum Beispiel auf eine Tiefgarage verzichtet, der Keller verkleinert und die ursprünglich vorgese- hene gemeinschaftliche Dachterrasse für eine weitere Woh- nung umgeplant. Eine schlichte und gleiche Materialauswahl in den Wohnungen begrenzte die Kosten. „Es gibt glücklicherweise deutschlandweit eine Menge he- rausragender Projekte, die man anführen kann“, bekräftigt Jürgen Rauch und nennt als weiteres Beispiel in München die innenstadtnahe Überbauung des Paulaner-Geländes. Darüber hinaus kennt und benennt er noch zwei sehr gute Projekte: „In Kaufbeuren im Allgäu wurde das ehemalige Momm-Gelände, eine aufgelassene Textilfabrik, überbaut. Hier entstanden ein Hochhaus, Geschosswohnungsbau und eine Anzahl Reihen- und Doppelhäuser, städtebaulich dicht und unter Wiederver- wertung einer innerstädtischen Brachfläche.“ In Sonthofen (Oberallgäu) sei eine städtebauliche Verdichtung mit ökolo- gischen Baustoffen (Holz) realisiert worden. Seit zirka 2019 werde dort das Goethequartier, das in den 1960er und 1970er Jahren entstand, verdichtet. „Bald wird es durch annähernd die doppelte Anzahl Wohnungen auf der gleichen Fläche charak- terisiert sein“, sagt Rauch. Zusammen mit den Mitgliedern des Stadtrates, der Verwaltung und dem größtenWohnungseigen- tümer von Sonthofen war es gelungen, das Baurecht für die Verdichtung zu schaffen und die Architekten Wolf Sedat durch einen Architekturwettbewerb zu finden. me PVD-Oberflächen von HEWI verbinden außergewöhn- liche Langlebigkeit mit eleganter Ästhetik. Sie schaffen ein Design, das Beständigkeit und Luxus spürbar macht. Hier trifft höchste Qualität auf echte Leidenschaft für Perfektion – Made in Germany. www.hewi.com PVD by HEWI Die Funktionalität der Stadt im Fokus PROJEKTE & KONZEPTE

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