Talis 2025

123 Widersprüche lösen Dass es das Team der Ingenieurgemeinschaft Henke-IfG auch bestens versteht, Widersprüche zu lösen und das Op- timum für den Kunden bei einer Spülküchensanierung in einem Hamburger Bürogebäude einer Versicherung zu errei- chen, erläutert Christina Bleßmann: „Wir haben im Bestand Spülmaschine, Lüftungsdecke und Boden erneuert. Im Be- reich des Küchenfußbodens galt es, den Interessenkonflikt zwischen Hygiene und Einhaltung der Rutschhemmklassen durch unterschiedliche Beläge aufzulösen. So wurde unter den fest installierten Geräten eine glatte und leicht zu rei- nigende Oberfläche gewählt, während im Bereich der Bewe- gungs- und Verkehrsflächen ein rutschhemmender Belag der Klasse R12-V4 zur Ausführung kam. Darüber hinaus können Teller- und Besteckwagen geräuscharm über die fugenlose Oberfläche gefahren werden.“ Die Zulufteinbringung erfolgt impulsarm über Quellluftauslässe, sodass der aufsteigende Abluft-Thermikstrom ohne Störungen von den Ablufterfas- sungseinrichtungen aufgenommen werden kann. Feuchtig- keit und Wärme werden so zuverlässig abgeführt. Nachhaltiger Erfolg durch Qualität Die Planungsgemeinschaft benötigt inzwischen kaum noch klassische Akquise. Um an neue Aufträge zu kommen und sicher breit aufgestellt zu sein, wird eine Drittel-Regelung an- gewendet. Ein Drittel der Aufträge kommt über Vergabepor- tale: „Wenn wir ein Angebot abgeben, läuft das anders ab als bei den Wettbewerben, an denen häufig Architekturbüros teilnehmen. Diese müssen in Vorleistung treten und Entwürfe bringen. Wir müssen meist nur unser Honorar benennen und unsere Büropräsentation abgeben“, sagt Christina Bleßmann. Ein weiteres Drittel der Aufträge kommt über Empfehlungen und zufriedene Großkunden im Bereich der Betriebsrestau- rants, berichtet Rolf Henke, der sich jedes Mal freut, wenn die Leistung seines Büros überzeugt, sodass die Kunden gerne wieder anfragen. Den Rest machen langfristige Rahmenver- träge aus – unter anderem mit einem großen deutschen Ver- kehrsunternehmen. So konnte auch die Corona-Zeit gut über- standen werden, in der langjährige Kunden geholfen haben, wertvolle Mitarbeiter halten zu können. Die beiden Großküchenplaner sind sicher, dass sie in nächster Zeit neben den Betriebsrestaurants und den (Reha-) Kliniken verstärkt Schul- und Kitaprojekte umsetzen werden. „In diesem Bereich gab es einen Investitionsstau. Da überall die verlässliche Ganztagsschule in der Umsetzung ist und alle Schulen plötzlich Mittagessen ausgeben müssen, kommen hier verstärkt Anfragen“, schildert Christina Bleßmann. Sie weiß zudem, dass auch in den Kitas der Wunsch nach frisch gekochtem Essen groß ist, es aber häufig an Budget, Arbeits- kräften und Equipment fehle. Daher werde auch hier immer häufiger auf die Speisenzubereitung in einer Zentralküche ge- setzt, wo die Essen dann thermisch und zeitlich entkoppelt produziert und heruntergekühlt werden, um dann am nächs- ten oder übernächsten Tag die Speisen in den einzelnen Ein- richtungen zu regenerieren. Gerade deshalb freuen sie sich, derzeit mit einem zweiten Auftrag über eine Zentralküche hier weiter zu wachsen. me Großküchen und Verpflegungskonzepte PROJEKTE & KONZEPTE Kurzvita Rolf Henke Rolf Henke kam nach einer kaufmännischen Ausbildung über die Industrie im Großküchenkontext zur Küchenplanung. Von 2014 bis 2017 hatte er die Projekt- und Büroleitung des Planungsbüros Niering & Seifert inne, bevor er sich 2017 selbstständig machte. Als Geschäftsführer der HENKE Großküchenplanung GmbH in Brackel liegen seine Arbeitsschwerpunkte in der Großküchenkonzeption und Entwicklung, in der Küchenlogistik und Qualitätsdefinition Küchenausstattung, in der Planung von Mitarbeiterrestaurants für die Privatwirtschaft sowie in der Kostenkontrolle und in Bieterver- handlungen. Rolf Henke ist zudem ordentliches Mitglied und Freier Fachplaner im Verband der Fachplaner Gastronomie – Hotellerie – Gemeinschaftsverpflegung (VdF) und Mitglied im Verband Food- service Consultants Society International (FCSI).

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