Talis 2025

13 meinschaft ein Büro aufbaut oder übernimmt. „Die demogra- phische Situation lässt viele Ingenieurbüros nach qualifizierten Nachfolgern suchen. Dabei sind die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die ersten Ansprechpartner. Die Perspektiven für Bauingenieure, die selbstständig arbeiten wollen, sind viel- fältig: als Inhaberin oder Partner eines Planungsbüros, als Gut- achter, Prüfingenieurin oder Sachverständige“, benennen „Die Ausdenker – Deutschlands beratende Ingenieurinnen, Archi- tekten und Consultants“ vom VBI weitere Möglichkeiten. Wer die Chance habe, in ein gesundes Unternehmen hineinzuwach- sen, um es dann zu übernehmen, umschiffe schon beim Start manche Klippe, an der man als Neuling in der Branche schei- tern könnte. Das dazu benötigte unternehmerische Know-how könne man lernen, die persönlichen Fertigkeiten und den Mut zur Verantwortung müsse man jedoch mitbringen. Starke Partner an der Seite Um Kontakte in der Branche zu knüpfen, Fragen hinsichtlich der eigenen Perspektiven zu klären oder auch Fortbildungen zu besuchen, sind die Berufsverbände wertvolle Anlaufstellen. Hinzu kommt, dass nur Mitglieder in einer Architekten- und Ingenieurkammer die Berufsbezeichnung „Architekt/-in“, „In- nenarchitekt/-in“, „Landschaftsarchitekt/-in“ oder „Stadt- planer/-in“ tragen dürfen, da diese in Deutschland gesetzlich geschützt ist. Viele Kammern bieten zudem eine Juniormit- gliedschaft an. „Diese eröffnet den Zugang zu den Serviceleis- tungen der Kammer, wie Beratungsangebote zu Recht, Technik und Existenzgründung, sowie umfassende Unterstützung auf dem Weg zur Vollmitgliedschaft“, heißt es vom bdia. Seitens des DVWG erläutert Steffen Opitz: „Verbände wie die DVWG bieten mehr als nur klassische Vernetzung: Wir verstehen uns als neutrale Plattform, die den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis aktiv gestaltet – branchenverbindend, visi- onär und zielgerichtet. In unserem Jungen Forum bringen wir Nachwuchstalente mit etablierten Persönlichkeiten aus unter- schiedlichsten Mobilitätsdisziplinen zusammen – und schaffen Raum für neue Ideen, konstruktive Kritik und echte Mitgestal- tung. Wer hier früh andockt, hat nicht nur Zugang zu einem wertvollen Netzwerk, sondern wird Teil eines gemeinsamen Anspruchs: die Mobilität von morgen nachhaltig, gerecht und zukunftsorientiert zu entwickeln.“ Daniel Bachmann weiß, dass in Zeiten des Internets und der digitalen Netzwerke wie LinkedIn Verbände bezüglich Netzwerkbildung nicht mehr den Stellenwert wie früher haben. Dennoch böten reale Netzwerke großen Mehrwert: „Der Bund der Ingenieure für Wasserwirt- schaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau ist ein kleiner Verband, der neben den bereits genannten Vorteilen Berufsanfängern eine kostenlose Jahresmitgliedschaft bietet, sie in den Bezirks- gruppen zu Exkursionen und Stammtischen einlädt und ihnen die Zeitschrift Wasser und Abfall frei zur Verfügung stellt.“ me Ansprüche und Fähigkeiten ALLES AUF ANFANG Eine Option für Berufsanfänger ist auch die Selbstständigkeit mit einem eigenen Planungsbüro – doch dafür sollten erst Erfahrungen gesammelt werden.

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