Talis 2026
39 DEN TRAUMBERUF FINDEN werden, desto zielgerichteter könne man bei der Stellensuche vorgehen, weiß der Karrierecoach Benjamin Hughes – und sich so schließlich umso selbstbewusster bei der Bewerbung und erst recht später im Vorstellungsgespräch präsentieren. Obwohl der verdeckte Arbeitsmarkt gerade für Architekten und Bauingenieure eine große Rolle spielt, lassen sich offene Stellen für Berufseinsteiger bestens über Online-Jobbörsen wie Stepstone oder Indeed herausfinden. Parallel schalten Pla- nungs- und Architekturbüros auf branchenbezogenen Porta- len ihre Anzeigen. Auch die Architektenkammern aller 16 Bun- desländer verfügen über Online-Jobbörsen. So wie es hilfreich ist, die eigenen Neigungen, Skills und Charaktereigenschaften gut zu kennen, empfehlen Experten, umfassende Recherchen über interessante potenzielle Arbeitgeber zu unternehmen. Deren Auftritt im Internet, Ratings auf Bewertungsportalen oder die direkte Kontaktaufnahme mit Mitarbeitern des Archi- tekturbüros der Wahl geben erste Eindrücke. Geschickt in Szene gesetzt Die Bewerbung selbst erfolgt in der Regel online, per Mail oder über die mit der Stellenausschreibung verlinkte Bewerbungs- funktion. Das Motivationsschreiben sollte kurz und knackig die drei oder vier Pro-Argumente für den Bewerber auf den Punkt bringen: den zur Ausschreibung passenden Studienschwer- punkt, besondere Projekte und Praktika, die erworbenen Soft- ware-Kompetenzen. Hatte man vorher persönlich bereits Kon- takt mit seinem potenziellen neuen Arbeitgeber, nimmt man auf das Gespräch oder die Situation Bezug. Ohne übertriebene Komplimente für das Gegenüber – diese verbieten sich ebenso wie aufdringliches Eigenlob. Hingegen seien Glaubwürdigkeit und Authentizität ein unbedingtes „Muss“, betonen Bewer- bungscoaches einstimmig. Rein sachliche Informationen und einen schnellen Überblick über die harten Fakten bietet der Lebenslauf, auch CV (Curricu- lum Vitae) genannt: die besuchte(n) Universität(en), Abschluss- note, Thema der Bachelor-/Masterarbeit, Praktika, Auslands- aufenthalte, Fremdsprachenkenntnisse inklusive des erreichten Niveaus und andere besondere Qualifikationen. Auch Initia- tivbewerbungen bei Agentur- oder Planungsbüros in der Nähe können zum Ziel führen. Geduld bewahren Bis tatsächlich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch im „Briefkasten“ liegt, kann es dauern: Hochschulabgänger be- richten von 50 Anläufen und mehr. Bloß nicht den Kopf in den Sand stecken, lautet dann die Devise – das Motivationsniveau Jobsuche und Bewerbung
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