Talis 2026
42 DEN TRAUMBERUF FINDEN „Recherchen sind ungemein wichtig“ Jedem Menschen zu dem Job zu verhelfen, der seinen Stärken und Neigungen entspricht – so lautet die Mission der Berufsoptimierer in München. Gründer und Geschäftsführer Bastian Hughes gibt zusammen mit seinem Team individuelle Coachings, (Online-)Seminare und Tipps in einem wöchentlichen Podcast. Herr Hughes, worauf müssen sich die Berufseinstei- ger imBewerbungsprozess einstellen? Brauchen sie Geduld und einen langen Atem, bis der richtige Job gefunden ist? Hughes: Der Arbeitsmarkt hat angezogen und man kann sich seine erste Position nicht mehr so einfach aussuchen. Das soll- ten Uni-Absolventen grundsätzlich ernst nehmen, aber sich keinesfalls verunsichern oder gar entmutigen lassen. Idealer- weise schaut man umso genauer hin, bei welchen Unterneh- men, in welchen Bereichen die Chancen gut sind, und konzen- triert sich darauf. Recherche ist ungemein wichtig: Sich einen Überblick verschaffen über Angebote in der Umgebung, Pro- fessoren oder Praktikums-Kontakte fragen, auch Freunde und Verwandte in die Recherche einbeziehen. Kann man aktuell also weniger seinen Neigungen fol- gen? Hughes: Nicht unbedingt. Denn aufgeschoben ist nicht aufge- hoben, wie es so schön heißt. Der erste Job nach der Uni kann mir genau die Erfahrungen, die Kenntnisse und Tools vermit- teln, die ich für meine Wunschposition im nächsten Job brau- che. Entscheidend ist die Lernkurve. Ziel sollte sein, sich ein wertvolles Profil aufzubauen, das mich später für interessante weitere Positionen qualifiziert. Sind Berufseinsteiger offen für diese Denkweise? Ha- ben sie diesen mittelfristigen Blick? Hughes: Typischerweise hegen junge Menschen – auch auf- grund von Social Media – einen sehr hohen Anspruch an sich selbst und ihren Weg. Sie suchen oft sehr lange nach der per- fekten ersten Stelle. Doch dieser Perfektionismus ist im Job schwer umzusetzen. Wann sollte man anfangen, sich gedanklich mit dem Thema Berufseinstieg auseinanderzusetzen? Hughes: Ein Jahr vor dem Abschluss, lautet meine Empfehlung – wenn man gut aufgestellt sein möchte. Wer zu spät startet, Bewerber sollten sich einen Überblick über Angebote in der Umgebung verschaffen sowie akademische Fachkräfte oder Praktikums-Kontakte befragen und auch Freunde und Verwandte in die Recherche einbeziehen. Jobsuche und Bewerbung
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