Talis 2026
49 DEN TRAUMBERUF FINDEN pliziert per Mail, SMS oder Telefonat – dem engagierten Net- working sei Dank. Schließlich ist in der Baubranche die Zusam- menarbeit verschiedener Spezialisten an der Tagesordnung – je besser deren Verständigung und Miteinander, desto reibungs- loser die Projektabwicklung. Schon während des Studiums hat man in Arbeitsgruppen oder bei gemeinsamen Projekten Menschen kennengelernt, mit denen man sich auf einer Wellenlänge bewegt. Und bei ei- nem Praktikum oder als Werkstudent konnten nicht nur erste Eindrücke von der beruflichen Praxis gesammelt werden, son- dern mit Glück auch wertvolle Impulse von erfahrenen Kolle- gen, die sich später über das Aufrechterhalten des Kontaktes durch den Youngster freuen. Wer dann nach dem Abschluss in eine andere Stadt zieht, bekommt über Berufs- und Inter- essenverbände respektive deren Dependancen vor Ort schnell Anschluss. Arbeitskreise, Fachausschüsse, berufliche Stamm- tische und andere Branchenveranstaltungen bieten jede Men- ge Gelegenheiten, ins Gespräch zu kommen. Noch dazu bleibt man fachlich auf dem Laufenden, wenn neue rechtliche Vorga- ben, technologische Innovationen oder bessere Baustoffe von sich reden machen. Netzwerk-Veranstaltungen für den Nachwuchs In der Hamburger Kammer beispielsweise gibt es den Ar- beitskreis Junge Architekten, aus dem heraus sich die In- itiative Junge Architekt:Innen Hamburg gegründet hat (jungearchitektinnenhh.de ). Und die Architektenkammer NRW hat vor einigen Jahren die Kampagne „Junior Archi- tekt*in/Junge Planer“ aufgelegt, mit einer ganzen Reihe kre- ativer Veranstaltungsformate: Hausbesuche in interessanten Büros, Baustellentermine, Elevator Pitches, Projektpräsenta- tionen in „UrbanSlams“ und andere Treffen sollen die Teil- nehmer zu einem Netzwerk zusammenschweißen (www. junior-architekt-in.de ). Bundesweit agiert seit 2021 die Nachwuchsinitiati- ve Nexture+ (www.nexture.plus.de) , während das bereits 1991 gestartete – und damit nach eigenen Angaben ältes- te – Branchen-Netzwerk „Architektinnen Initiative Nord- rhein-Westfalen“ sich mit seinen jeweiligen Regionalgruppen auf Planerinnen in NRW fokussiert. Speziell für Frauen haben sich in zahlreichen Bundesländern eigenständige Netzwer- ke etabliert; eine Übersicht samt Internetadressen findet sich auf der Website der Bundesarchitektenkammer (BAK). Sie alle bieten ihren Mitgliedern Chancen zu stärkendem Er- fahrungsaustausch sowie gegenseitiger Unterstützung und sorgen nicht zuletzt für Sichtbarkeit. Doch auch wer sich „nur“ auf sein individuelles Netzwerk fokussiert, kann über Referenzen von Kontakten interessante Aufträge an Land zie- hen – Bauherren setzen gerne auf Architekten, die ihnen per Mundpropaganda empfohlen wurden. uv Sicher vernetzt
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