Talis 2026
88 Interne Prozessplanung UNTERNEHMER WERDEN beitsaufwand. Sie besteht aus vier aufeinanderfolgenden, klar definierten Schritten: Während der Grundlagenermittlung (1) werden alle relevanten Daten über die Ausgangssituati- on gesammelt und bewertet: Grundstücksinformationen, Bebauungspläne, Vermessungsdaten, Bestandsunterlagen. In der Vorplanung (2) entstehen erste Entwurfsideen und Konzeptvarianten, die gemeinsammit dem Bauherrn zur Ent- scheidungsfindung diskutiert werden. Die ausgewählte Lö- sung wird in der Entwurfsplanung (3) detailliert ausgearbei- tet. Interne Qualitätskontrollen helfen dabei, Planungsfehler bereits jetzt zu erkennen. In der Genehmigungsplanung (4) werden alle erforderlichen Unterlagen für die Behörden zu- sammengestellt und eingereicht. Interdisziplinär und kollaborativ In der nun folgenden Umsetzungsphase ermöglichen Buil- ding-Information-Modeling-Systeme (BIM, siehe Seite xx) eine bessere Koordination zwischen den Projektbeteiligten anhand eines virtuellen Modells des geplanten Gebäudes. Dieses digitale Abbild des Projekts wird auf einer Cloud-Platt- form zum zentralen Ort für die interdisziplinäre und kollabo- rative Zusammenarbeit. Alle relevanten Informationen von Bauplänen über Materialdaten bis hin zu Zeitplänen werden hier zusammengeführt. Gleichzeitig können alle Beteiligten in Echtzeit darauf zugreifen, Änderungen vornehmen und so die Kommunikation und Koordination beschleunigen. Durch die zentrale Datenverwaltung werden in der Um- setzungsphase die Kommunikationswege verkürzt und Abstimmungsfehler durch Versionskonflikte oder Informa- tionsverluste reduziert. Denn noch vor Beginn des eigentli- chen Bauprozesses lassen sich anhand der dreidimensiona- len Visualisierung potenzielle Probleme identifizieren und beheben. Basis für die Arbeit mit einer BIM-Software ist das Computer Aided Design, kurz CAD, mit dem sich Modelle und Zeichnungen digital erstellen lassen. Darüber hinaus bildet jetzt in der Bauphase vor allem die Terminplanung den entscheidenden Knackpunkt. In einem verbindlichen Strukturplan sind die Termine für essenzielle Meilensteine des Projektfortschritts, Abgaben und Abstim- mungen ebenso festgehalten wie behördliche Fristen. Mit Hilfe digitaler Tools lässt sich der Projektfortschritt gut kont- rollieren. Dank regelmäßiger, engmaschiger Statusprüfungen können Terminabweichungen frühzeitig erkannt und Gegen- maßnahmen eingeleitet werden. Wie häufig nutzen Sie KI-basierte Tools für die folgenden Aufgaben? 28 % 10 % 9 % 7 % 5 % 6 % 6 % 3 % 2 % 2 % 2 % 3 % 2 % 31 % 22 % 22 % 17 % 14 % 13 % 12 % 10 % 7 % 5 % 4 % 5 % 4 % 25 % 30 % 29 % 23 % 25 % 22 % 20 % 20 % 15 % 12 % 13 % 10 % 6 % 9 % 15 % 15 % 16 % 16 % 16 % 18 % 18 % 18 % 14 % 16 % 13 % 9 % 8 % 24 % 25 % 37 % 39 % 43 % 45 % 50 % 59 % 67 % 66 % 69 % 78 % Textarbeit (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Erstellung von Protokollen) rechtliche Fragen (z.B. Verträge, Honorare) Nutzung von Normen Dokumentation Überprüfung der Einhaltung baurechtlicher Vorgaben Visualisierung und Rendering Erstellung von Informationsmaterial für das Büro (Handbücher etc.) Projektplanung (z.B. Kosten, Zeit, Termine) Bestandsanalyse Analyse und Simulation (z.B. Lichtverhältnisse, Energieverbrauch) Optimierung von Entwurfs- und Grundrissvarianten 3D-Modellierung im BIM-Prozess Trainieren von Large Language Models (LLM) Quelle: BAK / Grafik: Talis Frageformulierung: Wie oft nutzen Sie KI-basierte Tools für die folgenden Aufgaben? / Basis: Befragte, die in ihrer täglichen Arbeit KI-basierte Tools einsetzen. sehr häufig häufig gelegentlich selten nie
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