Talis 2026

92 Ein deutlicher Akquisevorteil Die digitale Transformation in der Baubranche ist nicht aufzuhalten: Wer langfristig erfolgreich bleiben will, kommt um den Einsatz digitaler Tools und Konzepte nicht herum. Das Planungsbüro Dorsch Europe zeigt, wie Building Information Modeling (BIM) und künstliche Intelligenz (KI) Prozesse im Unternehmen beschleunigen und neue Arbeitsprozesse eröffnen. S ie versprechen Qualität auf gleichbleibend hohem Ni- veau, vereinfachen oder übernehmen repetitive Arbeits- prozesse und steigern damit die Effizienz: Digitale Tools und Konzepte wie beispielsweise BIM sind laut Experten in krisenfesten und zukunftsfähigen Unternehmen unverzicht- bar. Darüber hinaus würden immer mehr Auftraggeber von den Planungsbüros erwarten, dass diese für ihre Arbeit digi- tale Möglichkeiten nutzten, bestätigt Stephan Müller, Digital Transformation Manager bei Dorsch Europe: „BIM wird bei vie- len öffentlichen Projekten inzwischen vorausgesetzt. Gerade bei Infrastrukturprojekten im Bereich Schiene und Straße ist die modellbasierte Planung im Regelbetrieb angekommen. Das gibt uns als Auftragnehmer die Sicherheit, nun voll auf diese Karte zu setzen und nicht parallel eher antiquierte Planungs- prozesse am Leben erhalten zu müssen.“ Nichtsdestotrotz er- lebt der Digitalexperte in der alltäglichen Praxis immer wieder, dass die Anforderungen der Auftraggeber oft nicht mit ihrem eigenen digitalen Reifegrad mithalten: „Manche Bauherren for- dern BIM vertraglich, haben aber intern kaum die Kompetenz, die gelieferten Modelle sinnvoll zu nutzen. Wir versuchen diese Lücke dann zu schließen, setzen uns mit unseren Kunden zu Projektbeginn zusammen und definieren gemeinsam die benö- tigten Informationsanforderungen“, führt Müller aus. Bereits seit April 2023 gibt es bei Dorsch Europe ein eigenes „Department of Digitalization“, das die digitale Transformation aller neun Unternehmen von Dorsch Europe steuert. Stephan Müller verantwortet die strategische Digitalisierung von der BIM-Implementierung über die Einführung von KI-Werkzeugen bis hin zur Entwicklung einheitlicher digitaler Standards. „Das Management Board Europe hat sich klar dafür ausgesprochen, Digitalisierung nicht um ihrer selbstwillen zu betreiben. Ziel der datenbasierten und digitalen Arbeitsweise sollen transparen- tere Entscheidungen und robustere Ergebnisse in der Planung sein“, betont der Digital Transformation Manager. Seit Jahren werden daher digitale Planungsmethoden in vielen Fachberei- chen modellbasiert eingesetzt – von der Verkehrsinfrastruktur über denWasserbau bis zum Hochbau. „Derzeit entwickeln wir einen übergreifenden BIM-Standard zur Projektabwicklung für Dorsch Europe. Dazu nutzen wir multidisziplinär aufgestellte Teams, die aus Mitarbeitenden zahlreicher Dorsch Europe-Ge- Mithilfe von BIM und GIS realisierte das Planungsbüro Dorsch Europe den Neubau der Berliner Schleuse Neukölln samt Sanierung der Uferwände des Neuköllner Schifffahrtskanals – hier zu sehen als Rendering. Digitales Planen und Bauen DER DIGITALE KOLLEGE

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