Talis 2026
98 Zwischen Anspruch und Realität Tools wie BIM, KI-gestützte Simulationen oder der digitale Zwilling versprechen mehr Arbeitseffizienz, eine höhere Projektqualität und geringere Risiken. Doch die Umsetzung auf der Baustelle hat noch ihre Tücken. C AD- und BIM-Lösungen wie Archicad oder Revit für die Modellierung sowie ERP-Systeme für die Verwaltung prägen immer häufiger den Arbeitsalltag von Architek- ten und Bauingenieuren. Doch was in der Theorie zahlreiche Vorteile verspreche, stoße im Alltag auf der Baustelle oft noch auf Hindernisse, weiß Matthias Köck. Er ist Experte für den Auf- bau von Tech-Märkten im D-A-CH-Raum und Sales Team Lead beimWiener ConTech-Unternehmen Optimuse. Er erklärt: „Der Anspruch ist oft, den ,perfekten digitalen Zwilling‘ mit allen Details zu erschaffen. In der Realität kämpft die Praxis aber häufig noch mit einfachen Datenschnittstellen oder fehlender Hardware auf der Baustelle.“ Während im Büro hochkomplexe Modelle entstünden, werde auf der Baustelle nicht selten noch mit PDF-Ausdrucken gearbeitet, gibt Köck Einblick in die tägli- che Baustellen-Praxis. „Die Brücke zwischen ,Planungs-Daten‘ und ,Ausführungs-Nutzen‘ ist oft noch zu schmal“, führt er aus. Digitaler Zwilling in der Praxis: Das Dashboard der simulationsbasierten Analyse-Plattform Optimuse macht energetische Aspekte wie den jährlichen Energiebedarf aufgeschlüsselt nach Kategorien auf einen Blick sichtbar. Digitalisierung in der Praxis DER DIGITALE KOLLEGE
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