Talis 2026
21 Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten unterschiedlichen Vorkenntnissen und Erfahrungen. Manche haben Physik in der Schule abgewählt, andere waren im Leis- tungskurs und wieder andere kommen erst nach Ausbildung und Berufserfahrung oder aus dem Ausland an die Hoch- schulen. Damit muss man umgehen können.“ Darüber hinaus brauche man einfach Spaß daran, Wissen und Erfahrung wei- terzugeben, und gleichzeitig auch daran, selbst immer wieder dazuzulernen, führt der Hochschulprofessor an. Schließlich werde beispielsweise die Nutzbarkeit des eigenen erworbenen Erfahrungswissens immer kürzer. Aber auch in der Didaktik könne man noch viel Neues lernen und ausprobieren, gibt Tors- ten Schmidt zu bedenken. An Hochschulen wie der TU Darmstadt, der TU München oder dem Karlsruher Institut für Technologie arbeiten Archi- tekten und Bauingenieure an Themen wie nachhaltige Mate- rialien, zirkuläres Bauen oder digitale Planungsprozesse und verbinden gestalterische, technologische und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander. Forschung in der Architektur ist dabei längst nicht mehr rein theoretisch, sondern eng mit rea- len Bau- und Transformationsprozessen verknüpft. Sie vermit- teln ihr Wissen in der Lehre, tragen zu neuen Standards bei und unterstützen als Sachverständige. Ihr aktuelles Wissen wird wiederum von den ausgebildeten Planern in der Praxis benötigt, die als Umweltberater die Unternehmen bei der Einhaltung von Umweltvorschriften unterstützen sowie als Energieeffizienz-Ex- perten den Unternehmen helfen, ihre Energiekosten zu senken und nachhaltige Lösungen zu finden. Zukunftsfähige Mobilität Angesichts wachsender Städte, steigender Verkehrsbelastung und ambitionierter Klimaziele gewinnt die Planung nachhal- tiger Infrastrukturen laut Torsten Schmidt zunehmend an Be- deutung. Gefragt seien Konzepte für moderne Verkehrsknoten- punkte, intelligente Straßennetze oder innovative Lösungen für den öffentlichen Nahverkehr. Hier könnten sich Berufseinstei- ger mit ihrem aktuellen Know-how aus dem Studium einbrin- gen und abwechslungsreiche Aufgaben übernehmen, erklärt der Experte. „Der Eisenbahnsektor ist einer der maßgeblichen Faktoren für klimafreundliche Mobilität und den Transport von Gütern – und damit ein attraktives Arbeitsfeld für Ingenieure“, wirbt der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI). Junge Ingenieure stünden hier vor der Herausforderung, fach- übergreifende Probleme durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zu lösen und gleichzeitig die Zukunft mitzugestalten. Dafür sei es wichtig, einen guten Austausch zwischen Bildung, Forschung und Industrie zu fördern und aktiv zu leben, teilt der VDEI mit. Durch Verbandsarbeit würden persönliche Interessen mit beruf- licher Expertise ergänzt, wodurch die Wirkungskraft erweitert werde. Die Nachwuchskräfte könnten wichtige Positionen in der Vermittlung und Vernetzung einnehmen, um bestehende Errun- genschaften mit neuen Innovationen und Weitsicht weiterzu- entwickeln. Schließlich müsse die Eisenbahn nicht neu erfunden werden, sondern sie sollte einer anspruchsvollen Gegenwart und einer hochmodernen Zukunft angepasst werden, geben die Ex- perten des Verbands zu bedenken. Aufstiegschancen mit Windenergie Wer sich neben technischem Verständnis und systemischem Denken für erneuerbare Energien interessiert, der kann im Be- reich der Windenergie Fuß fassen. Hier sind besonders Bauinge- nieure gefragt, wenn es um die Entwicklung von Türmen und Fundamenten für immer leistungsfähigere Windkraftanlagen geht. Auch in der Projektierung und Umsetzung großer Wind- parks eröffnen sich vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Gefragt EINFACH LOSLEGEN
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