Talis 2026

45 DEN TRAUMBERUF FINDEN Januar 2026 eine aktuelle Auswertung von Stepstone-Daten auf www.ingenieur.de : „Kapitalintensive, exportorientierte In- dustrien bezahlen deutlich besser als regionale oder projekt- getriebene Bereiche.“ Zu letzteren zählt das Bauwesen – über alle Funktionen und Bereiche gerechnet, lag in der Stepsto- ne-Auswertung das Brutto-Jahresgehalt eines Bauingenieurs auf Platz fünf (66.770 Euro) hinter den Spitzengehältern in der Automobilindustrie auf Rang 1 (85.5000 Euro) und dem Ma- schinen- und Anlagenbau. Es folgten die Bereiche Elektrotech- nik, Feinmechanik und Optik sowie die IT-/Internet-Branche. Für Ingenieure, die frisch in den Beruf einsteigen, ermittelte Stepstone ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 59.250 Euro (Wert ebenso wie alle folgenden brutto) – wohlgemerkt über alle Branchen gerechnet. Frischgebackene Bauingenieure dürften etwas darunter liegen. So beziffert das Onlineportal www.get-in-engineering.de die Spanne auf 43.900 bis 52.200 Euro, in erster Linie abhängig vom erreichten Abschluss: Als Absolvent eines Masterstudiengangs verdient man mehr als ein Berufsanfänger, der schon nach sechs Semestern Regelstu- dienzeit mit dem Bachelorabschluss in die Praxis einsteigt. Abhängigkeit vom Standort Ähnlich gravierende Unterschiede gibt es verschiedenen Quel- len zufolge in Abhängigkeit vom Standort: In west- und süd- deutschen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen liegen die Ingenieurgehälter spürbar höher als in den meisten Regionen Ostdeutschlands. Last but not least spielt die Größe des Arbeitgebers eine Rolle: Großunterneh- men zahlen in der Regel mehr als der Mittelstand, und der wie- derum besser als kleine Familienbetriebe oder Planungsbüros mit zehn oder 20 Angestellten. Für Aussagen über die Höhe des Einstiegsgehaltes von Ar- chitekten liefert die Architektenbefragung 2025 der Bundesar- chitektenkammer (BAK) aktuelle Daten. Demnach betrug das durchschnittliche Bruttojahresgehalt der befragten Juniormit- glieder im ersten Berufsjahr 40.075 Euro. Das Gros – nämlich 41 Prozent der Befragten – gab an, zwischen 30.001 und 40.000 Euro brutto zu verdienen. Mit zunehmender Größe des Ar- beitgebers verdienen die Young Professionals mehr: Lag in der BAK-Befragung das Einstiegsgehalt in Büros und Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten bei 38.400 Euro, kamen Einsteiger in Büros/Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftig- ten auf rund 41.900 Euro (jeweils Median). Nach wie vor zeigen sich zudem BAK-Daten zufolge Gehaltsunterschiede zwischen Architektinnen und Architekten – auch bei vergleichbarem Be- rufsumfeld und vergleichbarer Position im Unternehmen. Mit 6,8 Prozent lag dieser sogenannte bereinigte Gender-Pay-Gap 2024 allerdings unter demWert von 2020. Sonderzahlungen und Überstunden Neben dem Jahreseinkommen sollten bei der Gehaltsverhand- lung weitere Punkte zur Sprache kommen und idealerweise fest vereinbart werden: Sonderzahlungen wie das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld beispielsweise, die wöchentlich vorgese- hene Arbeitszeit, die Regelung bei Überstunden mit der Frage nach Vergütung oder Zeitausgleich sowie auch die Möglichkeit von Home-Office-Arbeitszeiten. Gerne bieten Arbeitgeber bei- spielsweise in strukturschwachen ländlichen Regionen on top Gehaltsvergleich im Internet: www.absolventa.de www.gehalt.de www.statista.de www.kununu.de www.stepstone.de www.gehaltsreporter.de www.deutschlands100.de Gehaltsaussichten & Verhandlungsgeschick

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